Urgemütlich unterwegs ins Winterwunderland mit Wohnmobil, Wohnwagen und Co.

Trend Wintercampen in fünf Schritten meistern

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Wiener Neudorf, November 2022 – Wintercampen liegt voll im Trend: In der letzten Wintersaison sind die Ankünfte auf österreichischen Campingplätzen verglichen mit dem von Corona geprägten Vorjahr um insgesamt 2.000 Prozent gestiegen.[1] Da ist doch die anstehende Wintersportsaison die perfekte Gelegenheit für abenteuerlustige Familien oder Freunde, selbst einmal das Wohnmobil, den Wohnwagen oder den Van zu packen und diese Winterurlaubsalternative auf Herz und Nieren zu testen. Aber Vorsicht: Die weiße Jahreszeit bringt auch die eine oder andere Herausforderung mit sich. Der Reifenhersteller Semperit verrät in fünf Schritten, was zur perfekten Reisevorbereitung gehört.

Ob mit dem Wohnmobil, Wohnwagen oder Van – Wintercampen ist ein ganz eigenes Urlaubserlebnis. Statt seine Zeit im manchmal überlaufenen Hotel zu verbringen, sind Wintercamper eher unter sich. Dazu bietet das motorisierte Zuhause viel Flexibilität und eröffnet die Möglichkeit, ganz nah an die Natur zu rücken. Mit etwas Glück vielleicht auch in unmittelbarer Nähe zur Skipiste.  


Step 1: Clever beladen und Strafen vermeiden

Die Koffer sind gepackt, Skier und/oder Snowboards sowie die Lenkbobs für Groß und Klein sind hergerichtet – doch wie lässt sich die kostbare Fracht nun sicher und platzsparend verstauen? Ganz einfach: Schweres nach unten, Leichtes nach oben und alles möglichst gleichmäßig verteilen. Mit dieser Faustregel steht der Fahrt ins Campingabenteuer nichts im Weg. Die Tetris-Profis und alle, die es werden wollen, fangen also mit schwerem Gepäck wie Wasservorräten, Konserven, Campingmöbeln oder Werkzeugkisten an und verstauen es unten in der Nähe der Achsen. Denn je tiefer der Schwerpunkt, desto besser liegt das Fahrzeug auf der Straße und desto sicherer ist das Fahrverhalten. Wohnwagenfahrer sollten zudem darauf achten, dass das Gewicht gut zwischen Achse und Deichsel verteilt ist, sodass die Achslast des Wohnwagens und Stützlast des Zugfahrzeugs nicht überschritten werden. Mittelschwere Gegenstände wie Kochgeschirr, Schuhe, Skier oder Snowboards gehören in die bodennahen Stauräume. In die Oberschränke kommen die leichten Sachen wie Kleidung, Lebensmittel oder technisches Equipment mit wenig Gewicht. Ist das geschafft, gilt es, lose und vor allem schwere Gegenstände noch ausreichend mit Gurten, Sicherheitsnetzen oder einer Gepäckstange zu sichern, damit sie beim nächsten Bremsmanöver nicht durch die Wohnkabine geschleudert werden. Ist das geschafft, fehlt nur noch eins: das Wiegen. Da sich das zugeladene Gewicht und die Verteilung stark auf Fahrstabilität und Bremsverhalten auswirken, darf das Campingfahrzeug nicht überladen sein. Dafür sollte bereits vorab das höchstzulässige Gesamtgewicht (siehe Zulassungsbescheinigung) beachtet werden, denn wird das überstiegen, drohen in Österreich Bußgelder von bis zu 5.000 Euro ohne Toleranz[2]. In anderen Reiseländern gelten ähnliche Strafen. Also lieber auf Nummer sichergehen und Wohnmobil, Wohnwagen oder Van vor der Abreise wiegen, zum Beispiel auf einer öffentlichen Lkw-Stützwaage bei Recycling- oder Wertstoffhöfen.


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Step 2: Für winterfestes Equipment sorgen

Draußen Minusgrade, innen Wohlfühltemperatur? Das geht auch beim Wintercamping! Mit der passenden Ausrüstung und ein paar Extras im Gepäck wird es selbst in der kalten Jahreszeit gemütlich warm im mobilen Zuhause. Unverzichtbar sind natürlich warme Decken, Kuschelsocken, Mützen, Handschuhe und gefütterte, atmungsaktive Outdoor-Kleidung für alle, die im Schnee aktiv werden wollen. Damit auch die größten Frostbeulen unter uns in jeglicher Situation in wohlige Stimmung kommen, sollten Thermo- und Wärmflaschen mit auf die Packliste. Egal, ob mit einer Gasheizung, elektrischen Heizgeräten oder einem Dieselmotor geheizt wird: Wichtig ist, die Wärme später möglichst lange im Campingfahrzeug zu halten. Dafür eignen sich Thermohauben, die von außen an der Frontscheibe angebracht werden. Zusätzlich verhindern sie ihr Vereisen. Thermomatten eignen sich auch für den Innenraum. Besonders empfehlenswert sind sie als Dämmschicht bei hohen Minustemperaturen am Boden.

 

Mindestens genauso wichtig ist der sichere Standort für das Fahrzeug am Zielort – dem dann hoffentlich verschneiten Campingplatz. Für diesen Fall gehören Unterlegplatten mit ins Gepäck, auf denen das Fahrzeug auch bei Schnee oder Matsch festen Halt findet. Eine Schneeschaufel, ein stabiler Eiskratzer und ein Handfeger mit Teleskopstange zum Schneeräumen auf dem Fahrzeugdach komplettieren die winterfeste Ausrüstung vor Ort.


Step 3: Sicher Heizen und Wasser frostfrei halten

Wenn Heizung und Warmwasseranlage ausfallen, wird es ungemütlich. Wer sorglos wintercampen möchte, sollte also beides entsprechend vorbereiten. Besonders gängig und praktisch ist eine Gasheizung, die im Winter ausschließlich mit Propan betrieben werden sollte. Dieses bleibt – anders als Butan – auch bei Minusgraden gasförmig. Da die Heizung bei kalten Temperaturen schon einmal durchgehend läuft, können schnell bis zu drei Elf-Kilogramm-Gasflaschen pro Woche verbraucht werden[3]. Für solche Fälle empfiehlt sich ein Zweiflaschensystem mit Umschaltautomatik, das bequem von der leeren auf die volle Flasche umschaltet und so für andauernde Wärme sorgt. Damit der Gasvorrat ausreicht, sollte der Füllstand regelmäßig kontrolliert und Nachfüllmöglichkeiten beim Campingplatz sichergestellt werden. Alternativ zum Heizen mit Gas, können in den Campingfahrzeugen auch Radiatoren, Heizdecken und andere elektrische Geräte für angenehme Wärme sorgen. Bitte hier aber unbedingt darauf achten, diese auch wieder auszuschalten, um potenzielle Brandgefahren zu vermeiden.

Mindestens genauso wichtig ist aber frostfreies Wasser, um im Winter bei Bedarf kochen und spülen zu können. Hierfür eignen sich beheizte Wassertanks, die Frostschäden verhindern – wobei das Frischwasser erst eingefüllt werden sollte, wenn Heizung und Warmwasseranlage einige Zeit gelaufen sind und der Innenraum erwärmt ist. Das Abwasser wiederum am besten direkt ablaufen lassen und in einem Kübel mit Frostschutzmittel sammeln, so friert nichts ein. Das Abwasser hat übrigens nichts im Gully verloren, sondern gehört zum Beispiel an der Entsorgungsstation am Campingplatz ordnungsgemäß ausgeleert.


Step 4: Richtiges „Schuhwerk“ am Fahrzeug

Eine rutschige Abfahrt in der vereisten Schneelandschaft macht Spaß – nur nicht auf der Straße. Die richtige Bereifung ist daher das A und O. In Österreich gilt eine witterungsabhängige Winterreifenpflicht vom 1. November bis 15. April. Das heißt: Auf schneebedeckten oder vereisten Fahrbahnen müssen Winterreifen aufgezogen sein. Für Wohnmobil, Wohnwagen oder Van gelten dieselben Empfehlungen wie für Pkw: Geeignete Winterreifen sind mit dem Schneeflockensymbol gekennzeichnet und müssen eine Mindestprofiltiefe von vier Millimetern haben. Zusätzlich sind Schneeketten sinnvoll, besonders wenn der Ziel-Campingplatz weit oben in den Bergen liegt. Denn wenn die Fahrbahn durchgehend von Schnee oder Eis bedeckt ist, greift die Schneekettenpflicht und es müssen auf mindestens zwei Rädern Schneeketten angebracht werden. Wer bei winterlichen Straßenverhältnissen ohne entsprechende Bereifung unterwegs ist, zahlt Strafen ab 35 Euro – bei Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer sogar bis zu 5.000 Euro[4].

 

Step 5: Wintertaugliche Campingplätze finden

Standort, Standort, Standort: Es lohnt sich, die Route nach Campingplätzen auszurichten, die speziell für das Campen im Winter ausgerüstet sind. Mit beheizten Sanitäranlagen, Wasch- und Trockenräumen für Ski- und Snowboardausrüstung, gemütlichen Aufenthaltsräumen oder Saunen sind diese Anlagen aufgrund des Komforts zwar etwas teurer, bieten aber auch zusätzliche Annehmlichkeiten in der Winterzeit. Das kommt insbesondere Familien mit Kindern der Laune zu Gute. Extras wie winterfeste Versorgungssäulen für Strom, Wasser oder Gas sowie Restaurants mit typisch regionaler Küche lassen das Camper-Herz höherschlagen. Und das Beste: Die Stellplätze befinden sich meist in direkter Nähe zur Skipiste – mitten im Winterwunderland.



Bildquellen:

Bild 1 & 2: Semperit / Adobe Stock7

Quellenverzeichnis:

[1] Quelle: Statistik Austria https://www.statistik.at/fileadmin/pages/70/TourismusWinter2022UnterkunftEndgueltig.ods

[2] https://www.truma.com/de/de/camping-ratgeber/ratgeber-wohnwagen-richtig-beladen
[3] https://www.snowtrex.de/magazin/urlaub-wintersport/wintercamping/#gasvorr%C3%A4te-checken
[4] https://www.campingclub.at/winterreifen

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